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KURT KREUSER - ein Menschenfreund und ein Freund der Stiftungen.

Kurt KreuserDie Rudolf Knupp-Stiftung verdankt ihre Gründung neben den Stiftern Elfriede und Rudolf Knupp der Initiative und dem Wirken von KURT KREUSER.

Die Knupp-Stiftung möchte deshalb im Andenken an Kurt Kreuser einen Preis stiften, der den Zwecken der Stiftung entspricht soziale und Bildungs-Belange zu fördern und gemeinnütziges Engagement zugunsten von Kindern und Jugendlichen anzuspornen.

Wer war Kurt Kreuser, der 1921 im Saarland geboren wurde und nach einem erfüllten beruflichen Leben 2008 verstorben ist? Er gehörte zu einer Generation,

dessen Leben zunächst durch den 2. Weltkrieg bestimmt wurde. Nach dem Abitur wurde er 1940 eingezogen, war fünf Jahre Soldat und konnte aus diesem Grund eine berufliche Ausbildung erst 1945 beginnen.

In Gesprächen mit Kurt Kreuser waren der Krieg und seine Erlebnisse häufig Thema und seine tiefe Abneigung gegen die Unmenschlichkeit dieser Zeit spürbar. Es ging ihm um den steten Versuch, das Menschliche zu bewahren und den Nächsten in seiner Unvollkommenheit zu schützen. Ebenso ging es ihm um die praktische Seite des Lebens; er liebte keine großen Theorien, lachte gern und packte lieber zu, wenn andere lange zögerten und bedenklich waren.

Diese Einstellung prägte auch seinen beruflichen Werdegang. So gut das unmittelbar nach dem Kriege möglich war, studierte er zunächst Rechtswissenschaft, ging dann zur Polizei in Stuttgart, arbeitete für die Gewerkschaft und wechselte ab 1955 nach Bremen in die dortige Senatsverwaltung. 10 Jahre war er Senatsdirektor beim Senator für Bildung, Wissenschaft und Kunst, um dann ab 1976 10 Jahre als Generalsekretär der Bund-Länder-Kommission in Bonn zu dienen.

Schon während seiner beruflichen Tätigkeit war er nebenamtlich oder ehrenamtlich in zahlreichen Vorständen und Kuratorien von Stiftungen tätig, so unter anderem in der Gerhard Marcks-Stiftung, im Beirat der Stiftung Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven sowie in der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung. Ab 1982 war er Beiratsmitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und ab 1986 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und schließlich seit 1994 Ehrenmitglied des Bundesverbandes.

Seit 1982 widmete sich Kurt Kreuser zunehmend dem Thema Stiftung. Sein Rat war bei Stiftungsgründungen geschätzt und er erteilte diesen Rat freigiebig und erfolgreich. Dabei kamen ihm Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen zu Hilfe, die bisweilen undeutlichen Vorstellungen eines Stifters zu deuten und weiter zu entwickeln.

Aber auch bei der Weiterentwicklung des Stiftungsrechts waren seine Gedanken und Überlegungen wirksam. So war es kurz nach der Vereinigung der beiden Teile Deutschlands sein Rat, der dazu führte, dass die Volkskammer der DDR 1990 ein eigenes Stiftungsgesetz verabschiedete. Dieses Gesetz ist heute für das Land Thüringen maßgebend.

Bei allen Gesprächen und Diskussionen standen bei Kurt Kreuser Gemeinwohl und Politik im Vordergrund; dieses Feld interessierte ihn und bis ins hohe Alter war er hellwach, informiert und bildete sich seine unabhängige eigene Meinung. Daher war sein Rat bei der Gründung und Weiterentwicklung von Stiftungen geschätzt und einflussreich.

Sein Beispiel kann und soll dazu anstiften, sich ebenfalls für das Gemeinwohl zu engagieren oder über die Gründung einer Stiftung oder einer Zustiftung nachzudenken. Das ist der Grundgedanke des in 2010 erstmalig ausgelobten KURT KREUSER PREISES und seinem Andenken gewidmeten.